Detailinformationen

Nachlass Arnold Otto AepliSt. Gallen KB VadianaNachlass Arnold Otto Aepli

Funktionen

Nachlass Arnold Otto AepliSt. Gallen KB Vadiana ; Nachlass Arnold Otto Aepli


Aepli, Arnold Otto (1816-1897) [Bestandsbildner]

1826-1897. - 26 Archivschachteln, Französisch Italienisch Deutsch

Es gelten die generellen Benutzungsregeln für den Sonderlesesaal

Biographische Notiz: St. Gallischer Regierungsrat (1851-1873), Stände- und Nationalrat (1849-1883, mit Unterbrüchen) und schweizerischer Gesandter in Wien (1883-1893). Geboren 22.8.1816 St. Gallen, gestorben 4.12.1897 St. Gallen, ref., von Diessenhofen, St. Gallen und (ab 1860) Genf. Sohn des Alexander und der Anna geb. Tanner. 1850 Heirat mit Sabine Gonzenbach, Tochter des Carl August Gonzenbach. Nach dem Gymnasium in St. Gallen und der Akadamie in Lausanne studierte A. 1836-40 Jurisprudenz in Heidelberg, Berlin und Zürich. Als liberaler Politiker und Befürworter der repräsentativen Demokratie amtete er auf kantonaler Ebene 1847-83 als Grossrat, 1851-73 als Regierungsrat (Justiz, Äusseres und Militär, Bau; siebenmal Landammann), 1859-60 und 1861 (Präsident) als Verfassungsrat sowie 1873-83 als Kantonsgerichtspräs. Auf eidgenössischer Ebene vertrat A. den Kanton St. Gallen zwischen 1849 und 1872 17 Jahre lang im Ständerat (Präsident 1868-69), wo er sich für den Nachlass der Sonderbundskriegsschuld einsetzte. Als Bundesrichter wirkte er 1857-66 (Präs. 1862). Eidgenössischer Kommissär war A. in Genf 1858 und 1860 (Savoyerhandel) sowie im Grenzkonflikt zwischen den beiden Appenzell 1862. Im Nationalrat sass er 1872-83 (Präs. 1876-77). Den Abschluss seiner Karriere bildete das Amt des schweizerischen Gesandten in Wien 1883-93. Aufgaben übernahm er überdies in der Evang.-ref. Landeskirche, in gemeinnützigen und kulturellen Vereinigungen sowie 1857-82 als Verwaltungsrat der Vereinigten Schweizerbahnen (Einsatz für eine Ostalpenbahn). Zu den nachhaltigsten Leistungen Aeplis gehört sein Anteil an der Ausarbeitung und Durchsetzung der Kantonsverfassung von 1861 (so genannte Friedensverfassung), die eine Milderung des liberal-konservativen Parteienkampfs bewirkte, und am Staatsvertrag von 1892 mit Österreich über die Rheinregulierung. (Quelle: HLS) Inhaltsangabe: Der Nachlass umfasst Akten, Konzepte und vereinzelte Briefe nach thematischen Gesichtspunkten, rund 1400 Briefe von Familienmitgliedern sowie von rund 20 weiteren Absendern und etwa 4000 chronologisch geordnete Briefe der übrigen Korrespondenten.

Stadtbibliothek Vadiana [Vorbesitzer]

http://aleph.unibas.ch/F/?local_base=DSV05&con_lng=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=000161442 (Katalogeintrag im Verbundkatalog HAN)

Bemerkung: Archivalienarten:Trägermaterialien:

Akzession: Geschenk. Herkunft: Familie Aepli. Datum: 1898. Eigentümer: Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen Ordnungszustand: Auf Veranlassung des Stadtbibliothekars Peter Wegelin erhielt Ernst Ehrenzeller anfangs der 1970er-Jahre den Auftrag, den Nachlass zu erschliessen. Ehrenzeller hat die im Bestand erkennbare Dreiteilung konsolidiert: In der Abteilung A finden sich Akten, Konzepte und vereinzelte Briefe nach sachlichen Gesichtspunkten, in der Abteilung B „rund 1420 Briefe von Familienmitgliedern sowie von etwa 20 weiteren Absendern, vermutlich schon von Aepli separat aufbewahrt“ und in Abteilung C „nahezu 4000 Briefe der übrigen Korrespondenten […] nach Jahren geordnet.“ Die von Ehrenzeller erstellten Findmittel sind verschollen und auch die geplante Publikation des Findmittels in den „Blätter aus der Vadiana“ ist nicht zustande gekommen. (Vgl. Ehrenzeller, Ernst. - Der Nachlass A. O. Aepli in der Stadtbibliothek St. Gallen / v. Ernst Ehrenzeller. - [S.l.] : [s.n.], 1975.) Die von 2016-2018 durchgeführte Rekatalogisierung übernahm dieses Ordnungssystem. Ehrenzeller fügte dem Nachlass Fotokopien von Aepli-Briefen, die in anderen Bibliotheken und Archiven liegen, bei.

Angaben zur Herkunft:Der Nachlass kam 1898 in die damalige Stadtbibliothek St.Gallen, die heutige Kantonsbibliothek St.Gallen. Bereits 1894 hatte Aepli der Vadiana 747 Bücher und 1690 Broschüren geschenkt, 1897 folgte der zweite Teil seiner Privatbibliothek (841 Bände und 800 Broschüren). Die gedruckten Werke wurden auf verschiedene Fachgebiete aufgeteilt und ohne spezielle Kennzeichnung katalogisiert. Es lässt sich heute nicht mehr eruieren, welche Titel Aepli der Vadiana geschenkt hat.

[VAepli (Frühere Signatur)]

CH-001880-7-000161442, http://kalliope-verbund.info/CH-001880-7-000161442

Erfassung: 29.07.2010 ; Modifikation: 10.08.2018