Detailinformationen

1) Voyage a Caripe 1799 p.1-62; 2) Obs. astr. Apure - Orénoque p. 86-98; 3) Batabano (Cuba) à Sinu Carthagène et Turbaco 1801; 4) Quito 1802 Meteor.; 5) De Paris à Toulon Oct. 1798; 6) Voy. d'Italie avec Gay Lussac. Obs. magn. 1805 Tagebuch II und VI der Amerikanischen Reise Staatsbibliothek zu Berlin. HandschriftenabteilungNachl. Alexander von HumboldtSignatur: Nachl. Alexander von Humboldt (Tagebücher) II und VI

Funktionen

1) Voyage a Caripe 1799 p.1-62; 2) Obs. astr. Apure - Orénoque p. 86-98; 3) Batabano (Cuba) à Sinu Carthagène et Turbaco 1801; 4) Quito 1802 Meteor.; 5) De Paris à Toulon Oct. 1798; 6) Voy. d'Italie avec Gay Lussac. Obs. magn. 1805Staatsbibliothek zu Berlin. Handschriftenabteilung ; Nachl. Alexander von Humboldt

Signatur: Nachl. Alexander von Humboldt (Tagebücher) II und VI


Tagebuch II und VI der Amerikanischen Reise

1798-1805 [Tagebuch II: 1798-1802; Tagebuch VI: 1805; Ergänzungen bis 1859]. - Deutsch Französisch. - Werk, Tagebuch

Inhaltsangabe: "Also nun nach Spanien, vielleicht noch 6-8 Monathe auf europ. Boden"Tagebuch II und VI1798-1805Auf dem Einband von Humboldt eigenhändig beschriftet:1) Voy. a Caripe 1799 p.1-62.2) Obs. astr. Apure - Orénoque p. 86-983) Batabano (Cuba) à Sinu Carthagene et Turbaco 1801.4) Quito 1802 Meteor.5) De Paris à Toulon Oct. 17986) Voy. d'Italie avec Gay Lussac. Obs. magn. 1805.Humboldt hat die Hefte, die er als "Tagebuch II und VI" bezeichnet, zusammenbinden lassen. Der Grund dafür mag sein, dass er die aus sehr unterschiedlichen Zeiten stammenden kleineren Hefte als "Varia" vereint wissen wollte.Das Tagebuch enthält u. a. die Beschreibung der Reise von Paris nach Toulon (1798), die Expedition von Cumanà nach Caripe (1799), astronomische Beobachtungen auf dem Apure und auf dem Orinoco, den Aufenthalt auf Kuba (1801), in Quito (1802) sowie von einer Reise, die Humboldt nach der Rückkehr nach Europa 1805 zusammen mit dem Chemiker und Physiker Gay Lussac nach Italien unternahm.Hier findet sich auch die Vorgeschichte der Reise nach Amerika (Bl. 52r): "Der 24. Okt. 98 war zu unserer Ankunft in Marseille bestimmt. So lange hatte Cpt. Sköldebrand die Schwed. Fregatte aufzuhalten versprochen. Erst am 12ten gab mir Le Clerc, Lareveillere's Freund, mit dem ich bei Thouin frühstückte, die Gewißheit daß an die Reise um die Welt nicht mehr zu denken sei."(Bl. 60r): "Die Nacht brachte ich fast schlaflos zu. Es war doch so schmerzhaft die schöne Hofnung Europa zu verlassen wieder vereitelt zu sehen, ich glaubte nicht eher Ruhe des Gemüths zu genießen, als bis diese Hofnung erfüllt war; Gelegenheit nach Tunis sei wahrscheinlich noch da" Und (Bl. 61r): "Also nun nach Spanien, vielleicht noch 6-8 Monathe auf europ. Boden."Vom 4.-24. September 1799 macht Humboldt von Cumaná aus einen Ausflug zu der berühmten Höhle der Guàcharos (Bl. 127r): "Wo das Tageslicht zu verschwinden anfängt hört man ein fernes dumpfes Gekrächze der zahllosen Vögel Guacharo's welche diese Höle so berühmt gemacht haben. [...] Wer viele 1000 Krähen in hohen Fichten hat zusammen nisten sehen, kann kaum einen Begrif von dem wüthigen Lermen haben, welchen die Guàcharos in der Höhle betreiben."Humboldt widerspricht der landläufigen Meinung über den "schlechten Charakter" der Indianer (Bl. 92v): "Dieser Einfluß der Europäer auf den sonst so unbiegsamen Indianischen Charakter unendlich auffallend, wenn man Indianer in Prov. Quito u Mexiko mit dem in Caracas, Cumana und diese mit den wilden am Atabapo u Orinoco vergleicht."Teiledition in: Alexander von Humboldt, Reise durch Venezuela. Auswahl aus den amerikanischen Reisetagebüchern. Hrsg. von Margot Faak. Berlin 2000Der erste Teil des Amerikanischen Reisetagebuchs II und VI ist einer Italienreise gewidmet, die Alexander von Humboldt im Anschluss an die Amerikareise im Jahr 1805 durchführte. Es handelt sich um die zweite von seinen drei Italienreisen: Im Jahr 1795 hatte er Norditalien bereist, eine für 1797 geplante Reise, bei der er insbesondere die Vulkane Vesuv und Ätna erforschen wollte, kam nicht zustande, und im Jahr 1822 gelangte er im Gefolge von König Wilhelm III erneut nach Italien, wobei auf dieser Reise wie auch im Jahr 1805 der südlichste von ihm besuchte Ort Neapel war. Detaillierte Angaben zu den drei Italienreisen sind in der Humboldt-Chronologie des Akademievorhabens Alexander von Humboldt auf Reisen der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften online abrufbar (www.avhr.bbaw.de).Im Jahr 1805 war für Alexander von Humboldt der Wunsch, seinen Bruder Wilhelm nach der jahrelangen Trennung wiederzusehen, ein wichtiger Anlass für die Reise. Wilhelm von Humboldt lebte von 1802 bis 1808 mit seiner Familie als preußischer Gesandter in Rom. Anders als erwartet werden könnte, finden sich Alexander von Humboldts Italienischen Tagebuch keine persönlichen Äußerungen, es handelt sich vorrangig um ein Arbeitsjournal. Das Tagebuch ist nicht nach Datierungen oder Ortsangaben gegliedert, teilweise ergibt sich eine thematische Ordnung nach Abschnitten, die durch Überschriften erkennbar werden: Géologie (ab Blatt 5 r), Kupfer zu mn [meiner] Reise (ab Blatt 6 r) oder Materialien mn. [meiner] Reise (ab Blatt 9 r), außerdem sind auf vielen Seiten die Ergebnisse unterschiedlicher Messungsreihen verzeichnet (ab Blatt 32 r). Alexander von Humboldt bereiste Italien mit dem befreundeten Chemiker und Physiker Joseph Louis Gay-Lussac (1778-1850). Die gemeinsamen Messungsreihen betrafen während des Italienaufenthaltes insbesondere die chemische Analyse der Luftzusammensetzung und die variierende Intensität des Erdmagnetismus an unterschiedlichen Standorten. Im Jahr 1807 publizierten sie gemeinsam den zentralen Teil ihrer Ergebnisse als: Observations sur l'intensité et l'inclinaison des forces magnétiques, faite en France, en Suisse, en Italie et en Allemagne. Par MM. de Humboldt et Gay-Lussac (in: Mémoires de physique et de chimie de la Société d'Arcueil, 1. Taf., S. 1-22, online abrufbar über: www.gallica.bnf.fr). In Rom erreichte sie der befreundete Geologe Leopold von Buch (1774-1853), den Humboldt seit seinem Studium an der Bergakademie Freiberg kannte. Gemeinsam reisten sie nach Neapel und bestiegen dreimal den Vesuv. Während seines Romaufenthaltes widmete Humboldt sich vor allem Recherchen und vorbereitenden Arbeiten für seine Amerikapublikationen. Während dieser Zeit stand das Werk, das 1810-1813 als Vues des Cordillères, et monumens des peuples indigènes de l'Amérique erschien, im Zentrum seiner Überlegungen. Viele der Illustrationen dieser Publikation gab er Künstlern, denen er in Rom begegnete, in Auftrag. Genannt seien insbesondere Johann Anton Koch (1768-1839) und Wilhelm Friedrich Gmelin (1760-1820); dazu sei auf eine Studie von Petra Werner verwiesen: Naturwahrheit und ästhetische Umsetzung. Alexander von Humboldt im Briefwechsel mit bildenden Künstlern. Berlin 2013, S. 19 ff.).

http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001527300000000 (Digitalisat des ganzen Tagebuchs)http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001527300000107 (Bl. 52r: "Der 24. Okt. 98 war zu unserer Ankunft in Marseille bestimmt. So lange hatte Cpt. Sköldebrand die Schwed. Fregatte aufzuhalten versprochen. Erst am 12ten gab mir Le Clerc, Lareveillere's Freund, mit dem ich bei Thouin frühstückte, die Gewißheit daß an die Reise um die Welt nicht mehr zu denken sei.")http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001527300000121 (Bl. 60r: "Die Nacht brachte ich fast schlaflos zu. Es war doch so schmerzhaft die schöne Hofnung Europa zu verlassen wieder vereitelt zu sehen, ich glaubte nicht eher Ruhe des Gemüths zu genießen, als bis diese Hofnung erfüllt war; Gelegenheit nach Tunis sei wahrscheinlich noch da")http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001527300000123 (Bl. 61r: "Also nun nach Spanien, vielleicht noch 6-8 Monathe auf europ. Boden.")http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001527300000249 (Bl. 127r: "Wo das Tageslicht zu verschwinden anfängt hört man ein fernes dumpfes Gekrächze der zahllosen Vögel Guacharo's welche diese Höle so berühmt gemacht haben. [...] Wer viele 1000 Krähen in hohen Fichten hat zusammen nisten sehen, kann kaum einen Begrif von dem wüthigen Lermen haben, welchen die Guàcharos in der Höhle betreiben.")http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001527300000178 (Bl. 92v: "Dieser Einfluß der Europäer auf den sonst so unbiegsamen Indianischen Charakter unendlich auffallend, wenn man Indianer in Prov. Quito u Mexiko mit dem in Caracas, Cumana und diese mit den wilden am Atabapo u Orinoco vergleicht.")http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001527300000017 (Bl. 6r: Kupfer zu meiner Reise [nach Italien])

Objekteigenschaften: Handschrift

Pfad: Nachl. Alexander von Humboldt / (Tagebücher)

DE-611-HS-2350319, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-2350319

Erfassung: 10. Dezember 2013 ; Modifikation: 4. April 2017 ; Synchronisierungsdatum: 2018-02-09T12:50:04+01:00