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Nachl. GrimmStaatsbibliothek zu Berlin. HandschriftenabteilungNachl. Grimm

Funktionen

Nachl. GrimmStaatsbibliothek zu Berlin. Handschriftenabteilung ; Nachl. Grimm


Grimm, Jacob (1785-1863) [Bestandsbildner], Grimm, Wilhelm (1786-1859) [Bestandsbildner]

40 lfd. Meter (1.900 Konvolute). - Nachlass, Archivbestand

Benutzbar.

: Handexemplare eigener und fremder Veröffentlichungen, umfangreiche Korrespondenz (untereinander, Familienbriefe, Briefe von Gelehrten und Freunden, zum Teil mit Antwortentwürfen der Grimms), Manuskripte, Notizen, Exzerpte und Aufzeichnungen zu ihren verschiedenen Forschungsgebieten, Sammlungen von Märchen-, Sagen-, Volkslieder und Weisthümer-Niederschriften sowie Abschriften mittelalterlicher Handschriften. Lebensdokumente wie Kalender, Zeugnisse, Diplome, außerdem Stammbücher, Sammlungen zum politischen Wirken der Brüder Grimm, Fragmente mittelalterlicher Handschriften. Auch eine größere Anzahl von Büchern, Manuskripten, Briefen und anderen Dokumenten aus dem Besitz Hermann Grimms ergänzen den Nachlass ebenso wie kleine Bestände von Ferdinand und Rudolf Grimm.

Literaturhinweise: Ingeborg Stolzenberg: Der Schriftliche Nachlass der Brüder Grimm. In: 200 Jahre Brüder Grimm. Dokumente ihres Lebens und Wirkens. Hrsg. von Dieter Hennig und Bernhard Lauer. Kassel 1985, S. 113-132

Ordnungszustand: Katalogisiert

Angaben zur Herkunft:Nach dem Tod von Wilhelm (10.12.1859) und Jakob Grimm (20.9.1863) ging das Erbe in den Besitz der Kinder Wilhelm, Herman (1828-1910), Rudolf (1830-1889) und Auguste Grimms (1832-1919) über. Während es bei den Verhandlungen über den Ankauf des Nachlasses durch den Preußischen Staat für die Königliche Bibliothek zu Verzögerungen kam, wurde die über 10.000 Bände umfassende Bibliothek vom Preußischen Staat am 31.5.1865 für die Universitätsbibliothek erworben. Am 16.6.1865 mußten auf Anordnung des Preußischen Kultusministers alle Handschriften und wertvollen Drucke, auch solche mit vielen Randnotizen, an die Königliche Bibliothek abgetreten werden. Diese Bände wurden in die Signaturengruppen Ms. germ., Ms. lat. und Libri impressi cum notis manuscriptis eingereiht. Die Briefe wurden Bestandteil der Autographensammlung der Bibliothek. Dubletten zu eigenen Beständen aus der Grimm-Bibliothek wurden 1869 von der Universitätsbibliothek verkauft, vier Bände daraus konnten von der Staatsbibliothek in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zurückgekauft werden (s. Nachl. Grimm II). 1867 ließ Herman Grimm als Sprecher der Erben einen Schrank nach dem Entwurf des Berliner Architekten Hermann von der Hude anfertigen, der mit Teilen des Grimm-Nachlasses gefüllt in der Königlichen Bibliothek aufgestellt wurde. 1879 wurde der Schrank samt Inhalt der Königlichen Bibliothek als Geschenk übergeben, am 22.8.1899 wurde eine offizielle Schenkungsurkunde ausgestellt. Die Schlüssel blieben bei der Familie, die damit über die Benutzung, auch eine Entleihung nach Hause, entschied. Die bei einer solchen Entleihung durch Feuer in der Privatwohnung entstandenen Schäden an einigen Grimm-Beständen sowie Platzmangel führten dazu, dass 1901 ein weiterer "Grimm-Schrank" gebaut und in die Könígliche Bibliothek gebracht wurde. Der Nachlass ging nach dem Tode Auguste Grimms (9.2.1919) in das Eigentum der Bibliothek über. Allerdings behielten sich die Rechtsnachfolger der Grimm-Geschwister bis zum 9.2.1949 die Zustimmung oder Ablehnung von Benutzungswünschen vor.

Weitere Findmittel: Der Nachlass der Brüder Grimm : Teil 1 und 2 / Katalog bearbeitet von Ralf Breslau. - Wiesbaden: 1997. Standortverzeichnis der Beilagen des Grimm-Nachlasses und der anderen Grimm-Bestände in der Handschriftenabteilung / bearb. v. Ralf Breslau. - Berlin: 1995

DE-611-BF-12634, http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-12634

Erfassung: 7. Januar 2006 ; Modifikation: 7. Januar 2016 ; Synchronisierungsdatum: 2018-02-09T12:59:00+01:00