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Bericht zum Tod von Erbgroßherzogin Luise Karoline von Mecklenburg-Schwerin am 20.1.1816 Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker Einzelhandschriften Signatur: Ado 1
Bericht zum Tod von Erbgroßherzogin Luise Karoline von Mecklenburg-Schwerin am 20.1.1816 Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker ; Einzelhandschriften
Signatur: Ado 1
Adolf Friedrich, Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1785-1821) [Verfasser], Schwarzkoppen, Luise von [Adressat]
Ludwigslust, 1816 [23.10.1816]. - 1 Bl., 4 S., hs., mit Siegel, Deutsch. - Brief
Caroline Louise, Mecklenburg-Schwerin, Erbprinzessin (1786-1816) [Behandelt], Friedrich Ludwig, Mecklenburg-Schwerin, Erbgroßherzog (1778-1819) [Erwähnt], Helena, Mecklenburg, Erbprinzessin (1784-1803) [Erwähnt], Störzel, Johann G. (1741-1828) [Erwähnt], Both, Johanna Christina von (1785-1863) [Erwähnt], Maria Louise Friderike, Sachsen-Altenburg, Herzogin (1803-1862) [Erwähnt], Mecklenburg, Paul Friedrich zu (1852-1923) [Erwähnt]
Bemerkung: Aus dem Briefinhalt: ... Seit dem Tode der Großfürstin [Helena Pawlowna Romanowa], ist in unserem Hause, Unglück, Trübsaale und der Tod heimisch geworden, doch Gott sei für, daß ich nicht dankbar erkennte was der Herr auch großes in dieser Zeit an uns gethan, doch der 20 Januar um 1 Uhr Mittags, brachte den Gram wieder zurück, denn um dieser Zeit entschlief ruhig und leicht im letzten Augenblicke, die liebe, liebe Schwägerin [Karoline Luise, Erbgroßherzogin], ... Doch mein Bruder [Friedrich Ludwig, Erbgroßherzog] mit seinen verlassenen unmündigen Kindern, die aber wunderbar so klein wie sie sind den Verlust auf eine Art fühlen, daß einem das Herz zerreist. Gott. Den Bruder und die Kinder, es ist ein fürchterlicher Anblick. Die arme Marie [Marie Louse Friederike], steht nun zum zweitenmal verwaist da und sie erträgt ihr Unglück der sehr geliebten Mütter, auf eine Art daß man sie bewundern muß, sie ist auch ein schönes fortreffliches Wesen, was wärd aus ihr, dem Bruder [Paul Friedrich], dem Lande und uns allen werden ... Der Tod der seeligen war sehr ruhig. 9 Tage vorher war ein fürchterlicher Tag, wo sie die Nacht und den ganzen Tag, in den schrecklichsten Krampf lag und ich glaube das war der Todeskampf. Indes gab Störzel [Hofmedicus Johann Georg Störzel] noch ein Mittel, welches neue Kraft gab, und so war sie ruhig bis zum 19ten Die Nacht vom 19 auf den 20, war sehr böse, doch den 20 Morgens, beschäftigte sie sich noch mit den kleinsten Detaills ihrer Wohlthaten, und ihres nahen Todes nicht ahndend, sie glaubte sehr krank zu sein, doch durch eine Reise nach Italien sich völlig herzustellen. Doch um Mittag kam der Krampf wieder, dauerte eine viertel Stunde, worauf sie gesagt haben soll, Gott ich leide, ich sterbe, Gott mache es bald, worauf sie denn mit völligen Bewußsein jeden zärtlich angesehen, und ruhig eingeschlafen ist. Zeugen ihres Todes waren ihr Mann, ihre Freundin u Hofdame, Fräulein v. Tann und die beiden Kammerfrauen Mlle. Lorch (Caroline Lorch) und Mlle. Praun und …… v. R: (Kammerherr von Rantzau?, Hofmarschall).
Objekteigenschaften: HandschriftPfad: Einzelhandschriften
DE-611-HS-4338258, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-4338258
Erfassung: 2. Juni 2026 ; Modifikation: 22. Juni 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-07-22T15:00:27+01:00
