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Nachlass Markus KägiSchweizerisches Literaturarchiv (SLA)Nachlass Markus KägiSignatur: SLA-Kaegi

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Nachlass Markus KägiSchweizerisches Literaturarchiv (SLA) ; Nachlass Markus Kägi

Signatur: SLA-Kaegi


Kägi, Markus (1955-1990) [Bestandsbildner]

1965 bis 1990

Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.

Biographische Angaben: Markus Kägi (geb. am 6.3.1955 Brugg AG, gest. 4.11.1990 Aarau AG) hat nach einer kaufmännischen Ausbildung im Buchhandel seine schriftstellerische Tätigkeit als Theater- und Hörspielautor begonnen. Er arbeitete jahrelang als freier Mitarbeiter für das Schweizer Radio DRS und führte Regie bei zahlreichen Hörspielen. Kägis Arbeiten thematisieren die Probleme sozial Benachteiligter. Sein erfolgreichstes Stück war die Tragikomödie "Ach und Och oder De Alfred und de Emil im Hallebad": Das Stück wurde mehrfach in der Schweiz und Deutschland aufgeführt. 1988/89 war Kägi unter der Direktion von Frank Baumbauer Hausautor am Theater Basel. Weitere Werke: "Happy End", "Chly Paris oder Schnitz ond Hördöpfel“, "Assugrin und Heimweh", "Lemminge" (unvollendet).Markus Kägis Leben und Werk haben eine signifikante literarische Bedeutung. Mit seinem erfolgreichsten Stück „Ach und Och“ hat er in der gesamten Schweiz Aufmerksamkeit erweckt. Der Autor hätte zweifelsohne eine grosse Zukunft vor sich gehabt, wenn er nicht allzu jung an Aids gestorben wäre. Sein Nachlass vermittelt Einblicke in die alternative Szene der 1980er Jahre, in die Bemühungen eines damals jungen Autors, sich mit schriftstellerischen Arbeiten und Auftragswerken, Theaterinszenierungen und Features und Hörspiele am Radio das Geld zum Leben zu verdienen. Umfang und Inhalt der Dokumente: Markus Kägis Nachlass ist vollständig überliefert. Er illustriert die Tätigkeiten des Schriftstellers und Theaterautors in Form von vielen Fassungen und Notizen zu den einzelnen Werken. Sein Briefwechsel enthält zahlreiche Briefe, u.a. Beat Brechbühl, Clemens Mettler, P.K. Wehrli, Gardi Hutter, Gerold Späth, Albert Ehrismann, Hansjörg Schneider, Walter Vogt, Tim Krohn und David Streiff. Auch Lebensdokumente sind erhalten, Zeugnisse, Ausweise, militärische Erkennungsmarke und Dienstbüchlein. Im Bereich Sammlungen sind die Dokumentationen zu Leben und Werk des Autors vollständig vorhanden. Besonders zu erwähnen darunter sind die fotografischen Dokumentationen seines damaligen Lebenspartners und Erben Simon Bischoff (WG „Zum fliegenden Fisch“ in Zürich / Rom / Locarno „Via della posta 10“ / Theater am Neumarkt / Sterben und Tod „Kantonsspital Aarau“ / Beerdigung St. Gallen / Gedenkveranstaltung Theater Basel etc.), die Eindrücke aus der Hausbesetzerszene und den alternativen Wohngemeinschaften im Zürich der 1970 & 80er Jahre vermitteln.

Bischoff, Simon (1951-) [DonatorIn]

https://www.helveticarchives.ch/archivplansuche.aspx?ID=931331 (Bestandsbeschreibung in HelveticArchives)http://nbn-resolving.org/urn:nbn:ch:bel-90603 (Online-Inventar des Schweizerischen Literaturarchivs)

Erwerbung: Das SLA hat Markus Kägis Nachlass von Simon Bischoff übernommen

Bevorzugte Zitierweise: Schweizerisches Literaturarchiv (SLA): Nachlass Markus Kägi

CH-000015-0-931331, http://kalliope-verbund.info/CH-000015-0-931331

Erfassung: 2015-12-17 ; Modifikation: 2020-04-29