Detailinformationen
Bestand Förster-Nietzsche/Nietzsche-Archiv Goethe- und Schiller-Archiv / Klassik Stiftung Weimar Bestand Förster-Nietzsche/Nietzsche-Archiv
Bestand Förster-Nietzsche/Nietzsche-Archiv Goethe- und Schiller-Archiv / Klassik Stiftung Weimar ; Bestand Förster-Nietzsche/Nietzsche-Archiv
Förster-Nietzsche, Elisabeth (1846-1935) [Bestandsbildner], Förster, Bernhard (1843-1889) [Bestandsbildner], Förster, Karl Friedrich (1799-1875) [Bestandsbildner], Förster, Pauline geb. Spiess (1813-) [Bestandsbildner], Förster, Paul (1844-1925) [Bestandsbildner], Verschiedene Familienangehörige [Bestandsbildner], Weimar / Nietzsche-Archiv (-) [Bestandsbildner], München - Berlin / Nietzsche-Gesellschaft [Bestandsbildner], Weimar / Gesellschaft der Freunde des Nietzsche-Archivs [Bestandsbildner], Nachträge [Bestandsbildner], Koegel, Fritz [Bestandsbildner]
445 Archivkästen
Einleitung: Das Nietzsche Archiv ist 1894 von Elisabeth Förster-Nietzsche, der Schwester von Friedrich Nietzsche, in Naumburg gegründet worden. Seit 1897 führte sie das Archiv in Weimar in der Villa „Silberblick“ weiter. Elisabeth Förster-Nietzsche stellte sich die Aufgabe, die Autographen des Bruders zusammenzutragen, aufzubewahren, seine Werke zu edieren und seine Ideen zu propagieren. 1908 erfolgte die Gründung der Stiftung Nietzsche-Archiv. Ziel der Stiftung war es, das Nietzsche-Archiv als Zentrum für die Nietzsche-Forschung und als Sammelpunkt für alle Bestrebungen „im Sinne Nietzsches“ auszubauen. Elisabeth Förster-Nietzsche trat für die konservativ-rechtsextreme Politik in Deutschland ein, was sich auf den Umgang mit der Philosophie und dem Werk des Bruders auswirkte. Im Jahre 1950 wurde das Nietzsche-Archiv in das Goethe- und Schiller-Archiv überführt und befindet sich seit dieser Zeit bei uns. Nietzsches Bibliothek gelangte 1954 in die heutige Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Die archivarische Erschließung und Bearbeitung der Materialien des Nietzsche-Archivs hatte eine Aufteilung in mehrere Bestände zur Folge: Bestand mit dem persönlichen Nachlass Friedrich Nietzsches: Werkmanuskripte, Studienhefte, Notizbücher, Korrespondenz Nietzsches u.a. (Bestandsnummer 71) Bestand des Nietzsche-Archivs von 1894-1945: umfangreiche Korrespondenz von Elisabeth Förster-Nietzsche, Tätigkeit des Nietzsche-Archivs, Herausgabe von Nietzsches Werken und vieles andere mehr. (Bestandsnummer 72) Bestand Nietzsche Familie mit persönlichen Nachlässen der Verwandten Nietzsches. Mutter, Großeltern, weitere Verwandte (Bestandsnummer 100). Der Bestand 72 (Förster-Nietzsche/Nietzsche-Archiv) ist von außerordentlicher Bedeutung, da er die Schriftstücke des Nietzsche-Archivs von 1894-1945 mit umfangreichen Korrespondenzen von Elisabeth Förster-Nietzsche und Bernhard Förster enthält. Hinzu kommen Unterlagen zu Tätigkeiten und Veranstaltungen des Nietzsche-Archivs sowie Dokumente, die beispielsweise die Rechtsgrundlagen, Organisation, Geschäftsführung, Herausgabe von Nietzsches Werken, Nietzsche-Stätten und Tätigkeiten der Nietzsche-Gesellschaft sowie der Gesellschaft der Freunde des Nietzsche-Archivs betreffen. Der aus 10.813 Archivalieneinheiten, 251.087 Blatt, 47.739 Stück und 1.293 Couverts (Stand 23.07.2025) bestehende und stark nachgefragte Bestand stellt mit seinen einzigartigen Handschriften und Quellen einen einzigartigen Quellenfundus dar. 2021 bis 2025 wurde der gesamte Bestand durch die Mitarbeiterin Elfie Gräfe mit Unterstützung durch Susanne Fenske einer Revision unterzogen. Schwerpunkte lagen hierbei auf der Datenbereinigung (z.B. bei Umfangsangaben und Verweisen), dem Vereinzeln von Sammelsignaturen, dem Anlegen und Verzeichnen von bis dato in der Datenbank nicht sichtbaren Signaturen. Gleichzeitig erfolgte bei den durch die erneute Überprüfung im Bestand identifizierten fotografischen Materialien im Zuge eines Fotobestandserhaltungsprojekts die Reinigung der Materialien durch die externe Fotorestauratorin Heidi Paulus. Die Archivmitarbeiterin Susanne Höche nahm Einzelverzeichnungen zu diesen Fotos vor. Damit konnten über 1.500 fotografische Blätter bearbeitet werden, die infolgedessen erstmals über die Archivdatenbank gezielt recherchierbar sind. Im Zuge dieser Optimierung erfolgte ein Neuausdruck des Findbuches für die Lesesäle des Archivs, das den Nutzenden ebenfalls einen besseren Zugang zum Bestand ermöglicht. Juli 2025 Literatur: Roswitha Wollkopf: Chronik des Nietzsche-Archivs, Weimar 1991DE-2060-BE-72, http://kalliope-verbund.info/DE-2060-BE-72
Modifikation: 28. Juli 2025 ; Synchronisierungsdatum: 2025-10-14T16:47:37+01:00
