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Spalatin, Georg: Annalen der Wittenberger ReformationForschungsbibliothek GothaSpalatin, Georg: Annalen der Wittenberger ReformationSignatur: Chart. A 340

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Spalatin, Georg: Annalen der Wittenberger ReformationForschungsbibliothek Gotha ; Spalatin, Georg: Annalen der Wittenberger Reformation

Signatur: Chart. A 340


Spalatin, Georg (1484-1545) [Bestandsbildner]

o.D. [1. Hälfte des 16. Jh.]. - 2 Bde.; 32,5 x 20,5 cm

Inhaltsangabe: Von Georg Spalatin eigenhändig verfaßte Annalen der Wittenberger Reformation mit besonderem Blick auf die Politik der sächsischen Kurfürsten.Band 1 (Chart. A 340), dessen Anfang fehlt, begann wahrscheinlich mit dem Jahr 1517. Der überlieferte Teil behandelt die Ereignisse vom römischen Häresieprozess gegen Martin Luther bis zum Augsburger Reichstag von 1530. Zahlreiche Abschriften von Briefen und Dokumenten, meist von Schreiberhand, sind zwischen den erzöählenden Texten eingeschoben. Alle ursprünglich in Latein verfassten Texte liegen in deutscher Übersetzung vor. Im Band 2 (Chart. A 341), der nach 1866 spurlos verschwunden ist, führte Spalatin die Annalen bis 1543 fort.

Literaturhinweise: Veit Ludwig von Seckendorff von: Commentarius historicus et apologeticus de Lutheranismo, sive de reformatione religionis ductu D. Martini Lutheri ..., 2 Bde., Frankfurt/Main u.a. 1692, Bd. 1, S. 91

Bemerkung: Band 1 (Chart. A 340), dessen Anfang fehlt, begann wahrscheinlich mit dem Jahr 1517. Der überlieferte Teil behandelt die Ereignisse vom römischen Häresieprozeß gegen Martin Luther bis zum Augsburger Reichstag von 1530. Zahlreiche Briefabschriften, meist von Schreiberhand, sind zwischen den erzählenden Texten eingeschoben.Im Band 2 (Chart. A 341), der nach 1851 spurlos verschwunden ist, führte Spalatin die Annalen bis 1543 fort.

Angaben zur Herkunft:Spalatin benutzte zum Teil seine Sammlungen von Originalbriefen und Dokumenten zur frühen Reformation (Chart. A 336-338) als Quellengrundlage für die Annalen. Diese Handschriften gelangten wahrscheinlich nach dem Tod Spalatins 1545 in den Besitz Kurfürst Johann Friedrichs I. von Sachsen und somit später in das Ernestinische Gesamtarchiv in Weimar. Sie gehörten zum Quellenmaterial, das Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg Veit Ludwig von Seckendorff für seine 1688 erschienene Geschichte des Luthertums zur Verfügung stellte. Ernst Salomon Cyprian fand die Annalen am 11. Februar 1717 wieder in der Herzoglichen Bibliothek Gotha in stark beschädigtem Zustand. Anlässlich des 200jährigen Reformationsjubiläums gab er sie 1718 im Druck heraus. Johann Christian Gotthold Neudecker bearbeitete die Handschriften Chart. A 340-341 für seine gemeinsam mit Ludwig Preller geplante Ausgabe von Spalatins Werk e und Briefe (Chart. A 1289 II, 1r-55v). Sie werden im Vorbericht zum ersten und einzigen vollendeten Band dieser Ausgabe von 1866 erwähnt.

DE-611-BF-72276, http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-72276

Erfassung: 26. Juli 2012 ; Modifikation: 20. Januar 2020 ; Synchronisierungsdatum: 2020-10-13T11:21:47+01:00