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Brief von Max Bruch an Ernst RudorffMusikwissenschaftliches Institut KölnMax-Bruch-ArchivSignatur: Br. Korr. 154, 386

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Brief von Max Bruch an Ernst RudorffMusikwissenschaftliches Institut Köln ; Max-Bruch-Archiv

Signatur: Br. Korr. 154, 386


Bruch, Max (1838-1920) [Verfasser],Rudorff, Ernst (1840-1916) [Adressat]

Köln, 05.02.1870. - 4 Seiten, Deutsch. - Brief

Inhaltsangabe: Transkription: Lieber, entschuldige mein allzulanges Schweigen; ich war verreist, hier und dort, und arbeitete, wenn ich zu Hause war. Was mein Kommen betrifft, so dirigire ich vielleicht am 15. d.M. im Paulinen Concert in Lpzg meinen Normannenzug und den Waldpsalm (letztern nach Mscrpt, Du erinnerst Dich wohl nicht) und bin in dem Falle am 18. In Berlin. Gehe ich nicht nach Leipzig, so feiere ich noch am 17. Meiner Schwester Geburtstag hier, gehe am 18. nach essen zu Krupps, und bin am 20. Oder 21. In Berlin. Du bist also wohl so gutm meinem Hauswirth 2 Zeilen zu schreiben, die ihm sagen, daß ich zwischen dem 18. und dem 21. zu erwarten sei. Das Bestimmte schreibe ich noch. - Was das H-Dur Stück aus der Es-Dur Sinf. betrifft, so bin ich Dir zwar sehr dankbar für Deine freundschaftliche Absicht, kann mich aber, offen gestanden, nicht recht entscheiden, das Stück mit der Ueberschrift „Nächtliche Rheinfahrt“ schon jetzt separat herzugeben. Denn erstens denke ich in der That sehr stark daran, es in meiner Sinfonie zu verwenden, und zweitens möchte ich nicht durch eine derartige Ueberschrift, die der Auslegung Thür und Thor öffnet, den Programmmusikern Vorschub leisten. Und doch würde es mir leid thun, die Ueberschrift zu streichen, wenn das Stück einzeln gegeben würde. Also aus diesen und 101 Gründen lieber nicht einzeln. Die ganze Sinfonie soll Dir eines Tages mit Freude zur Verfügung stehen. – Für Deine Auskunft wegen Himmelstoß besten Dank. Ich hoffe, die 300 Thlr bald zusammenzuhaben. Ich bettel richtig. – am 3. d. war bei Frau Meurer, die Du ja auch kennst, eine musikalische Vereinigung, wie schöner hier nicht gedacht werden kann. Die Elite der Damen des Bach-Vereins (Waldmann, Ernsts, Königsl., Till, Michiels, Fucs, Lambert, Frl. Schwarzkopf, meine Cousine Clara, Maria Bruch, Wilh. con furore und Frau Schmidt etc.). Sie sangen Mehreres von Dir (Abendlied etc., und das F-Dur 3/8 etc., von mir Flucht u. Morgenstund, Rud. von Beckerath spielte mit mir die op. 96 von Beeth. u. wir machten die Liebeslieder mit Gesang. Es war ein herrlicher Abend. Oefters Da Capo hat Frau Meurer begeistert, in Aussicht genommen. Frau Schumann grüßt Dich herzlich. Sie spielte überaus vortrefflich und sah sehr gut aus. Nach ihrer Soirée waren Till und ich zu Deichmanns eingeladen, wie damals nach dem Manfred. – Addio. Briefe einstweilen noch hierher. Herzlichst Stets Dein M. B.

Himmelstoss, Richard [Erwähnt],Schumann, Clara (1819-1896) [Erwähnt],Krupp, Bertha (1831-1888) [Erwähnt],Königslöw, Otto Friedrich von (1824-1898) [Behandelt],Krupp, Alfred (1812-1887) [Behandelt]

Bemerkung: Max BruchBezug zu Ernst Rudorffs Abendlied op. 15

Objekteigenschaften: Handschrift

Pfad: Max-Bruch-Archiv / Korrespondenz

DE-611-HS-4308401, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-4308401

Erfassung: 11. Dezember 2025 ; Modifikation: 19. Januar 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-01-19T11:31:47+01:00