Detailinformationen

Bauhaus-Direktorat Ludwig Mies van der Rohe  Bauhaus-Archiv  Bauhaus-Direktorat Ludwig Mies van der Rohe 

Funktionen

Bauhaus-Direktorat Ludwig Mies van der Rohe  Bauhaus-Archiv ; Bauhaus-Direktorat Ludwig Mies van der Rohe


1925-1934 [und ohne Datum]. - 11 Mappen. - Archiv

Ludwig, Eduard (1906-1960) [Erwähnte Person],  Reich, Lilly (1885-1947) [Erwähnte Person] 

Bauhaus Dessau (1925-1932) (1926-1932) [Erwähnte Körperschaft],  Bauhaus Berlin (1932-1933) [Erwähnte Körperschaft] 

Ordnungszustand: Geordnet 

Hinweis zu Herkunft und Bearbeitung:   1938   Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969) emigriert in die USA und lässt Planungsunterlagen für verschiedene Bauprojekte und Akten u. a. aus seiner Zeit als Direktor des Bauhauses in Dessau und Berlin (1930–1933) zurück. Die Dokumente werden bei Lilly Reich (1885–1947), der ehemaligen Lebensgefährtin Mies van der Rohes, in Berlin-Lankwitz eingelagert.    ca. 1941/42   Reich evakuiert den Bestand nach Mühlhausen (Thüringen) in das Elternhaus des befreundeten Architekten Eduard Ludwig (1906–1960).    1959   Der Kunsthistoriker und spätere Gründer des Bauhaus-Archivs Hans Maria Wingler (1905–1984) reist nach Mühlhausen (nun DDR), exzerpiert dort die Bauhaus-Akten und verwendet die Informationen für sein Buch „Das Bauhaus 1919–1933. Weimar, Dessau, Berlin“.     06.1960   Nach der Gründung des Bauhaus-Archivs im Mai 1960 sichert sich Wingler von Mies van der Rohe ein Schenkungsversprechen für die Bauhaus-Akten seines Direktorats.    12.1960   Eduard Ludwig stirbt bei einem Autounfall.    01.1961   Mies van der Rohe bittet die Akademie der Künste in Westberlin, um Hilfe bei der Überführung seines Eigentums von Mühlhausen nach Chicago. Die auf das Bauhaus bezogenen Dokumente sollen dem Bauhaus-Archiv übergeben werden (Archiv der Akademie der Künste, Sign. AdK-W-680, Reiter 274).    06.1961   Vertreter der Ost- und Westberliner Akademien der Künste reisen zur Begutachtung des dort eingelagerten Materials nach Mühlhausen (Archiv der Akademie der Künste, Sign. AdK-O-263).    13.10.1961   Nach der Schließung der innerdeutschen Grenze (13.08.1961) transportieren die DDR-Behörden den gesamten Bestand aus Mühlhausen zur Begutachtung nach Ostberlin in die Akademie der Künste.    03.12.1963   Auf der Basis eines Gutachtens und der Konsultation mehrerer Ministerien entscheidet der Ministerratsvorsitzende der SED Alexander Abusch (1902–1982), dass die Bauunterlagen an Ludwig Mies van der Rohe versendet werden (heute im Museum of Modern Art, New York), nicht aber die Bauhaus-Akten. Als Schulakten einer ehemals staatlichen Institution werden sie als Volkseigentum eingestuft und einbehalten. Dass das Bauhaus in Berlin als Privatschule geführt wurde, bleibt unbeachtet. Eine formelle Enteignung findet nicht statt.     27.03.1968   Die in der Akademie der Künste in Ostberlin verbliebenen Bauhaus-Akten werden an die Deutsche Bauakademie Berlin (später Bauakademie der DDR) überwiesen.    1985   Auf der Basis der Abschriften, die Wingler 1959 vom Bestand in Mühlhausen angefertigt hatte, veröffentlicht das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin den Band „Bauhaus Berlin. Auflösung Dessau 1932. Schließung Berlin 1933“.    1991/1992   Nach der Abwicklung der Bauakademie der DDR im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands gelangen die Bauhaus-Akten aus Mühlhausen ins Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS).     1996   Das IRS stellt den Bestand der Stiftung Bauhaus Dessau als Dauerleihgabe zur Verfügung.    2025   Nach der Rekonstruktion der Provenienz des Bestands erkennt das IRS den Eigentumsanspruch der Erbengemeinschaft nach Ludwig Mies van der Rohe an. Die Erbengemeinschaft vollzieht das Schenkungsversprechen Mies van der Rohes und die Akten gehen in das Eigentum des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin über. 

DE-611-BF-130973, http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-130973

Erfassung: 19. Januar 2026 ; Modifikation: 29. September 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-09-29T13:33:43+01:00